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RBus
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RBus – R steht fĂŒr rapid – ist ein Massnahmenpaket zur Effizienz- und AttraktivitĂ€tssteigerung der besonders stark frequentierten Linien des Luzerner Trolleybusnetzes. Das Konzept orientiert sich dabei am weltweit verbreiteten Bus-Rapid-Transit-Konzept und setzt sich aus den Elementen Infrastruktur, Angebot und Rollmaterial zusammen.cite-ref-bhls-studie-1-0[1] Hierbei setzt RBus auf ÖV-Bevorrechtigung, Verkehrsmanagementanlagen, Fahrbahnhaltestellen, Busspuren, direkte Tangentiallinien ohne Umsteigezwang im Zentrum sowie durchgehend niederflurige Doppelgelenkwagen mit hoher BeförderungskapazitĂ€t.cite-ref-agglomobil-due-2-0[2] Ziele des Systems RBus sind neben einer Steigerung der BeförderungskapazitĂ€t vor allem die Reduktion der Reisezeit auf der Gesamtstrecke im Schnitt um zehn Prozent sowie eine Erhöhung der PĂŒnktlichkeit, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten.

Auf den Linien des Systems RBus werden ĂŒberwiegend Doppelgelenktrolleys des Typs Hess lighTram 4 beziehungsweise Hess lighTram 25DC eingesetzt. Die insgesamt 31 Fahrzeuge wurden im Vorfeld der RBus-Eröffnungen in den Jahren 2014, 2016, 2017 und 2019 beschafft und setzen sich durch die Sonderlackierung sowie die Radabdeckungen von den restlichen Fahrzeugen auf dem Netz der Verkehrsbetriebe Luzern ab. Ferner waren sie die ersten Fahrzeuge in Luzern, welche eine Tram-Ă€hnliche Frontgestaltung aufwiesen. ErgĂ€nzt werden sie von drei Ă€lteren Doppelgelenktrolleybussen, die bereits seit 2006 im Einsatz sind.

RBus ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kantons Luzern, des Gemeindeverbands LuzernPlus, der Stadt Luzern, der Gemeinden Kriens, Emmen und Ebikon, des Verkehrsverbunds Luzern sowie der Verkehrsbetriebe Luzern.cite-ref-3[3] Es ist zudem im kantonalen Richtplan 2009, dem kantonalen Bauprogramm fĂŒr Kantonsstrassen 2015 bis 2018, dem kantonalen ÖV-Bericht 2014 bis 2017 sowie dem ÖV-Angebotskonzept AggloMobil due des Verkehrsverbunds Luzern enthalten.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]cite-ref-v-bericht-2014-2017-6-0[6]cite-ref-agglomobil-due-2-1[2] Im Endausbau soll RBus dem ĂŒbrigen Trolleybusnetz sowie dem Autobusnetz ĂŒbergeordnet sein und die S-Bahn Luzern ergĂ€nzen, mit der das Trolleybusnetz zudem besser verknĂŒpft werden soll.cite-ref-rbus-7-0[7]

Contents

‱ Linien
‱ Linie 2
‱ Linie 8
‱ Planungen
‱ Linie 1
‱ Linie 8
‱ Trivia
‱ Weblinks

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Vorgeschichte

Korridor Kriens

Trotz einem 3-Minuten-Takt stiess die Linie 1 in den 1990er-Jahren immer wieder an die KapazitĂ€tsgrenze, weshalb die vorhandenen NAW/Hess-Solotrolleybusse ab 1998 mit sieben AnhĂ€ngern ergĂ€nzt wurden.cite-ref-8[8] Mit dieser Massnahme konnte zwar die BeförderungskapazitĂ€t erhöht werden, durch die LinienfĂŒhrung standen die Trolleybusse aber wĂ€hrend der Hauptverkehrszeit weiterhin im Stau. Deshalb kam bald die Forderung auf, Kriens an ein Schienenverkehrsmittel anzubinden.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] Im Jahr 2002 wurde deshalb eine Studie erarbeitet, in welcher der Anschluss von Kriens mittels eines Trams beziehungsweise einer Stadtbahn geprĂŒft wurde.cite-ref-11[11] Ebenfalls Teil der Studie war die PrĂŒfung einer Zweigstrecke der schmalspurigen Zentralbahn, nachdem 1999 bereits PlĂ€ne fĂŒr einen normalspurigen Tram-Train nach Kriens verworfen worden waren.cite-ref-nzz-12-0[12]

Da die Trolleybuslinie nach wie vor ĂŒberlastet war, wurden bis 2005 weitere neun AnhĂ€nger und 2006 drei Doppelgelenktrolleybusse beschafft, um die KapazitĂ€t weiter zu steigern. Erstere kamen auch auf den Linien 6 und 8 zum Einsatz. Da der Bau einer Schienenanbindung nicht innerhalb kurzer Zeit realisiert werden konnte, kamen Konzepte fĂŒr eine Schnellbusverbindung auf.cite-ref-nzz-12-1[12] In einem relativ bescheidenen Umfang wurde diese Idee ab 2010 auf dem Korridor der Linie 1 realisiert, indem man Dienstfahrten der Linie 71 öffentlich machte.cite-ref-13[13] Andere Konzepte waren die Tangentiallinien Renggloch-Express nach Littau/Malters und Sonnenberg-Express nach EmmenbrĂŒcke. Diese kamen allerdings nicht ĂŒber einen kurzen Testbetrieb im Jahr 2009 hinaus.cite-ref-14[14]

Nachdem im November 2008 bekannt wurde, dass der Tiefbahnhof Luzern wieder im GesprĂ€ch war, gab die Gemeinde Kriens einen Bericht in Auftrag, welcher Varianten zur Entwicklung des Öffentlichen Verkehrs aufzeigen sollte. Dieser Bericht kam zum Schluss, dass eine Erschliessung von Kriens mit einem Peoplemover auf erhöhter Trasse sinnvoll sei, da eine unterirdische Bahn zu teuer sei und eine ebenerdige Stadtbahn nicht weiterverfolgt werde.cite-ref-planungkriens-15-0[15]cite-ref-16[16] Ein Jahr spĂ€ter kam die Idee einer Seilbahn auf,cite-ref-17[17] und 2013 war eine Schwebebahn entlang der Linie 1 im GesprĂ€ch.cite-ref-18[18] Der Kanton Luzern hingegen setzte bereits seit einigen Jahren auf den Ausbau des Bussystems.cite-ref-planungkriens-15-1[15]

Korridor Rontal

Das Rontal ist ein Entwicklungsschwerpunkt im Nordosten der Agglomeration Luzern, welcher sich ĂŒber die Gemeinden Ebikon, Dierikon, Buchrain und Root erstreckt.cite-ref-19[19] Im Gegensatz zu Kriens war das Rontal bis zur LinienverlĂ€ngerung nicht mit dem Trolleybus erschlossen; stattdessen verkehrten die beiden Autobuslinien 22 und 23 vom Bahnhof Luzern in den Entwicklungsschwerpunkt. Bis an die Stadtgrenze beim Maihof ĂŒberlagerten sich die drei Linien; da es im Bereich des Bahnhofsplatzes und in der ZĂŒrichstrasse oft zu Stau kommt, kam die Idee auf, die Anzahl Busse aus dem Rontal in die Innenstadt zu reduzieren, indem die Linie 1 nach Ebikon Bahnhof verlĂ€ngert wird.cite-ref-probahn-20-0[20] Die EinkĂŒrzung der Linien 22 und 23 wurde aber teils als problematisch erachtet, da die S-Bahn ab Ebikon nur im 30-Minuten-Takt verkehrt.cite-ref-am1-21-0[21]

Daher wurde 2010 ein mehrstufiges Angebotskonzept fĂŒr das Rontal entwickelt. In einem ersten Schritt sollte die Linie 22 nur noch bis Bahnhof Ebikon verkehren, dafĂŒr sollten Zubringerlinien nach Perlen und Inwil entstehen, welche in Ebikon AnschlĂŒsse auf die Linien nach Luzern haben sollten. Weiter sollte eine Schnellbuslinie S23 eingefĂŒhrt werden, welche bis Rotkreuz verkehren sollte und so einen S-Bahn-Ersatz bieten sollte. Nach Bau des damals projektierten Einkaufszentrums EbiSquare sollte in einem zweiten Schritt die Linie 1 bis zu diesem verlĂ€ngert werden und dafĂŒr die Linie 23 ebenfalls bis zum Bahnhof Ebikon eingekĂŒrzt werden. Zwischen Luzern und Ebikon hĂ€tten nur noch die Buslinien 1 und S23 verkehrt.cite-ref-akp-22-0[22] Im Jahr 2012 wurde dann ein Konzept fĂŒr das Rontal ohne Schnellbuslinie vorgestellt. Stattdessen sollte die damalige Linie 18 (heute Linie 30) von Littau via Kreuzstutz und Schlossberg nach Ebikon verkehren.cite-ref-agglomobil-due-2-2[2] Auf diesem Konzept basiert die umgesetzte Planung von RBus im Korridor Rontal, welche eine TrolleybusverlĂ€ngerung im Zuge der Umgestaltung der Kantonsstrasse K17 vorsah.cite-ref-23[23]

Die VerlĂ€ngerung der Fahrleitung nach Ebikon wurde im Rahmen der Projekterarbeitung mehrfach in Frage gestellt, unter anderem gab es im September 2016 einen politischen Vorstoss, welcher forderte, dass fahrleitungslose Alternativen mit Diesel- und Hybridbussen auf die Tauglichkeit fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Linie 1 geprĂŒft werden sollten.cite-ref-24[24] Nachdem sowohl die VBL als auch der Verkehrsverbund Luzern die Rahmenbedingungen fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Linie 1 aufgezeigt hatten und auch das System TOSA mit Schnellladestationen auf Grund der KompatibilitĂ€t mit dem Trolleybusnetz nicht in Frage gekommen war, gaben die Vertreter der CVP Ebikon ihren Widerstand auf.cite-ref-25[25] Die Vertreter der lokalen SVP hielten sich in den folgenden Monaten ebenfalls zurĂŒck. Im Dezember 2017 forderte die kantonale Sektion der Partei aber eine Sistierung der VerlĂ€ngerung der Linie 1 sowie eine Volksabstimmung ĂŒber die Kredite fĂŒr die Finanzierung der Oberleitung sowie des geplanten Bushubs am Bahnhof Ebikon. Als BegrĂŒndung wurde aufgefĂŒhrt, dass ein fahrleitungsgebundenes Trolleybussystem nicht mehr zeitgemĂ€ss und von den Anwohnern unerwĂŒnscht sei sowie dass das ÖV-Angebot in Ebikon mit den bestehenden Buslinien ausreiche.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27] Die Kredite fĂŒr die TrolleybusverlĂ€ngerung zur Mall of Switzerland sowie den Bau des Bushubs am Bahnhof Ebikon wurden am 29. Januar 2018 vom Luzerner Kantonsrat mit je rund drei Viertel der Stimmen genehmigt, die RĂŒckweisungsantrĂ€ge der SVP auf Grund der aufgefĂŒhrten EinwĂ€nde wurden zuvor im Rahmen der Sitzung abgewiesen.cite-ref-28[28]

Der Spatenstich der TrolleybusverlĂ€ngerung zwischen Maihof und Ebikon Fildern erfolgte schliesslich am 1. Oktober 2018, die erforderlichen Fahrleitungsanlagen und Anpassungen fĂŒr den Betrieb mit Doppelgelenkwagen dauerten bis am 9. Dezember 2019.cite-ref-spatenstich-l1-29-0[29] Die Eröffnung der verlĂ€ngerten Linie 1 erfolgte eine Woche spĂ€ter, gleichzeitig erfolgten weitere Anpassungen am Busnetz in Luzern Ost, um das Netz auf die neuen Rahmenbedingungen ausrichten zu können.cite-ref-er-ffnung-l1ebi-30-0[30]

Korridor EmmenbrĂŒcke

Das Gebiet rund um den Seetalplatz im Emmer Ortsteil EmmenbrĂŒcke soll sich in den nĂ€chsten Jahren zum Stadtzentrum Luzern Nord entwickeln.cite-ref-31[31] Die ab 2013 begonnene Umgestaltung des Seetalplatzes ist dabei Teil eines Gesamtprojekts zur Siedlungsentwicklung, zur Optimierung des Gesamtverkehrssystems und des Schutzes vor Naturgefahren. In der Planung zum öffentlichen Verkehr wurde der Fokus auf eine bessere VerknĂŒpfung von Bus, Trolleybus und Bahn an den Bahnhöfen EmmenbrĂŒcke und Rothenburg Dorf sowie eine vom Motorisierten Individualverkehr unabhĂ€ngige FĂŒhrung fĂŒr die Bus- und Trolleybuslinien gelegt.cite-ref-32[32]

Die Umsetzung dieser Ziele per Dezember 2016 umfasste unter anderem die Verlegung sĂ€mtlicher Linien von der stark befahrenen Gerliswilstrasse auf die Bahnhofstrasse, wodurch eine Haltestellenbedienung direkt vor dem EmpfangsgebĂ€ude des Bahnhofs EmmenbrĂŒcke möglich ist. Auch im Bereich zwischen der Haltestelle Schiff und dem Seetalplatz wurde das Verkehrsregime so angepasst, dass die Hauptstrasse nur noch vom öffentlichen Verkehr sowie Zubringern befahren werden darf. Damit konnten nicht nur die Umsteigebeziehungen verbessert werden, sondern die FahrplanstabilitĂ€t rund um den Seetalplatz deutlich erhöht werden.

Linien

Linie 1 (1ER)

Als erste RBus-Strecke wurde im Juni 2014 die Linie 1 eingeweiht und bis zur Ausweitung des RBus-Netzes im Jahr 2016 unter dem Label 1ER betrieben. Sie verband zu diesem Zeitpunkt den Luzerner Stadtteil Maihof mit dem Krienser Ortsteil Obernau im 7,5-Minuten-Takt und war mit zirka zehn Millionen Passagieren jÀhrlich die frequenzstÀrkste Linie im Kanton Luzern.

Seit dem 11. Dezember 2016 wird die Linie 1 auf dem stĂ€rkstausgelasteten Abschnitt Kriens Busschleife–Luzern Pilatusplatz an Werktagen durch die Tangentiallinie 5 ergĂ€nzt, welche nach EmmenbrĂŒcke weiterverkehrt. Dadurch war es möglich, den bis dahin gĂŒltigen FĂŒnf-Minuten-Takt zu einem 7,5-Minuten-Takt zu strecken.

Im Dezember 2019 wurde die Linie 1 um 4,7 Kilometer bis zur Mall of Switzerland (Haltestelle Fildern) in Ebikon verlĂ€ngert, wodurch die LinienlĂ€nge zwischen Obernau und Ebikon seit diesem Zeitpunkt insgesamt 12 Kilometer betrĂ€gtcite-ref-er-ffnung-l1ebi-30-1[30]. Mit der VerlĂ€ngerung der Linie 1 wurden die Autobuslinien 22 und 23 auf dem Abschnitt Luzern Bahnhof–Ebikon Bahnhof aufgehoben, und es wurden weitere Anpassungen am Busnetz im Rontal realisiert.

Linie 2

Die Linie 2 verbindet den Emmer Ortsteil EmmenbrĂŒcke mit dem Bahnhof Luzern im 7,5-Minuten-Takt und verkehrt seit dem 11. Dezember 2016 als RBus-Linie. WĂ€hrend der grossrĂ€umigen Umgestaltung des Seetalplatzes in EmmenbrĂŒcke wurden die Trolleybusse ab Dezember 2013 durch Autobusse ersetzt, die Wiederelektrifizierung erfolgte zusammen mit der Umstellung auf eine RBus-Linie zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016. Die Bauarbeiten wurden unter anderem dafĂŒr genutzt, eine eigene Trasse fĂŒr den Öffentlichen Verkehr zwischen ReussbrĂŒcke und dem Centralplatz (Haltestelle Viscosistadt) zu schaffen. Gleichzeitig wurde die LinienfĂŒhrung zwischen dem Seetalplatz und dem Centralplatz von der Gerliswil- in die Bahnhofstrasse verlegt, wodurch die Trolleybuslinie 2 sowie die Linie 46 des Emmer Busnetzes direkt vor dem EmpfangsgebĂ€ude des Bahnhofs EmmenbrĂŒcke anhalten. Somit konnte die Linie 2 ab dem Eröffnungstag sowohl von Infrastrukturmassnahmen zur Busbevorzugung wie auch einer Entlastung durch die Linie 5 auf dem Abschnitt Luzern Pilatusplatz–EmmenbrĂŒcke Bahnhof SĂŒd profitieren.

Linie 8

Seit September 2017 wird die Linie 8 Hirtenhof–Luzern Bahnhof-Luzern Verkehrshaus–WĂŒrzenbach an Werktagen mit unverĂ€nderter LinienfĂŒhrung als RBus-Linie betrieben. DafĂŒr wurden 8 weitere Doppelgelenktrolleybusse beschafft, welche die zuvor eingesetzten AnhĂ€ngerzĂŒge ersetzten.cite-ref-33[33] An Wochenenden kommen auf der Linie 8 im Gegensatz zu den beiden anderen RBus-Linien weiterhin Gelenktrolleybusse zum Einsatz. Weiterhin wird die Linie von Montag bis Freitag im 10-Minuten-Takt beziehungsweise in der morgendlichen Nebenverkehrszeit alle 15 Minuten, also seltener als die Linien 1 und 2, bedient. Dies ist auf die TaktĂŒberlagerung mit der Linie 6, welche der Linie 8 ĂŒber den grössten Teil des Streckenverlaufs folgt, zurĂŒckzufĂŒhren. An Werktagen kommen auch auf der Linie 6 einzelne LighTrams in RBus-Lackierung zum Einsatz.

Infrastrukturmassnahmen

Mit EinfĂŒhrung des RBus-Standards im Jahr 2014 wurden verschiedene Infrastrukturvorhaben im Bauprogramm fĂŒr Kantonsstrassen und unter den kantonalen Infrastrukturvorhaben "Investitionen öffentlicher Verkehr" verankert. Diese sollen fĂŒr alle Bus- und Trolleybuslinien entlang der RBus-Korridore eine schnellere und zuverlĂ€ssigere Fahrt ermöglichen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Infrastrukturprojekte fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Linie 1 nach Ebikon berĂŒcksichtigt.cite-ref-34[34]

Als erste Massnahme zur angestrebten Steigerung der PĂŒnktlichkeit und VerkĂŒrzung der Fahrzeit ging am 29. Oktober 2014 eine Busspur in der Pilatusstrasse in Betrieb, sie beschleunigt den Verkehr in Richtung Bahnhof Luzern.cite-ref-35[35]

Mit der Eröffnung des neuen Seetalplatzes in EmmenbrĂŒcke im Dezember 2016 und der damit verbundenen Umstellung der Linie 2 auf den RBus-Standard wurde zwischen den Haltestellen Luzern Frohburg und EmmenbrĂŒcke Bahnhof ein ÖV-Eigentrassee eröffnet, wodurch die Trolleybusse unabhĂ€ngig vom motorisierten Individualverkehr ĂŒber den viel befahrenen Seetalplatz verkehren können.

Im Sommer 2018 wurde auf dem ehemaligen Trassee der Kriens-Luzern-Bahn eine 395 Meter lange Busspur zwischen den Haltestellen Grosshofstrasse und Kupferhammer in Fahrtrichtung Kriens realisiert und eröffnet.cite-ref-36[36]

Auf dem Abschnitt zwischen Luzern Schiff und Luzern Kreuzstutz wurde im April 2021 der Strassenraum verbreitert, in dem StĂŒtzmauern zurĂŒckversetzt wurden und die aus den 1920er-Jahren stammende ÜberfĂŒhrung FluhmĂŒhle durch einen breiteren Neubau ersetzt wurden. Nach Abschluss dieser Arbeiten im 2024 gibt es stadteinwĂ€rts eine Busspur fĂŒr die RBusse der Linie 2.cite-ref-37[37]

ZusÀtzlich zur Schaffung neuer Busspuren wurden auch weitere Lichtsignalanlagen mit Einrichtungen zur Busbevorzugung ausgestattet beziehungsweise bestehende Anlagen optimiert.

Planungen

Linie 1

Im Rahmen der VerlÀngerung der Linie 1 zur Mall of Switzerland war am Bahnhof Ebikon die Realisierung eines Bushubs vorgesehen, um ein einfaches Umsteigen zwischen Bus, Trolleybus und S-Bahn ermöglichen zu können. Dieser Bushub konnte aber bislang nicht realisiert werden. Mit Eröffnung des Bushubs soll die Linie den Bahnhof Ebikon direkt bedienen.

Linie 3 (aktuell Linie 12)

UrsprĂŒnglich sollte in einem ersten Schritt die Linie 12 im Dezember 2019, vorerst noch als Gelenkautobus-Linie, nach Luzern Tschuopis verlĂ€ngert werden.cite-ref-littau18-38-0[38] Nachdem eine dort geplante Überbauung nicht auf den geplanten Zeitraum realisiert werden konntecite-ref-39[39], wurde auch die VerlĂ€ngerung der Buslinie 12 aufgeschoben.cite-ref-vvll3-40-0[40] Mit der Elektrifizierung der Linie zwischen Luzern Kreuzstutz und Tschuopis im Stadtteil Littau soll sie zur RBus-Linie mit Doppelgelenktrolleybussen umgestellt werden und mit einem Teil der Linie 8 verknĂŒpft werden. Dadurch ergibt sich eine neue Durchmesserlinie 3 Tschuopis–Kreuzstutz–Pilatusplatz–Luzern Bahnhof–Luzern Verkehrshaus–WĂŒrzenbach, welche ursprĂŒnglich 2022 als reine Trolleybuslinie eröffnet werden sollte.cite-ref-agglom3-41-0[41] Im November 2016 wurde indes bekannt, dass die Elektrifizierung der Linie 12 auf Grund von Sparmassnahmen des Kantons Luzern vorerst sistiert worden ist. Stattdessen soll ein fahrleitungsloser Betrieb zwischen Kreuzstutz und Tschuopis geprĂŒft werden.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]

Die ĂŒberarbeitete Planung unter Einbezug der Erfahrungen mit Batterie-Trolleybussen sieht einen fahrleitungslosen Betrieb im flachen Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen Michaelshof und Tschuopis vor. Die Realisierung der Fahrleitungsinfrastruktur zwischen Kreuzstutz und Michaelshof sollte ursprĂŒnglich im Jahr 2023 erfolgen.cite-ref-vvll3-40-1[40] Die Dieselbuslinie 30 Luzern Littau Bahnhof–Kantonsspital–Ebikon soll dank der Fahrleitung auf der Bernstrasse ebenfalls auf Batterie-Trolleybusse umgestellt werden können.cite-ref-ebus-44-0[44] Im Januar 2023 wurde bekannt, dass die bereits laufende Ausschreibung fĂŒr Batterie-Trolleybusse fĂŒr die Linien 12 und 30 abgebrochen wurde und der Realisierungszeitpunkt der Durchmesserlinie 3 auf einen spĂ€teren, nicht nĂ€her genannten Zeitpunkt verschoben wird.cite-ref-45[45] Im FrĂŒhjahr 2024 wurden sowohl die Fahrleitungs-Infrastruktur fĂŒr die Strecke Kreuzstutz–Michaelshof als auch Batterie-Trolleybusse ausgeschrieben, von denen sieben Doppelgelenkwagen fĂŒr die Linie 3 vorgesehen sind. Die Eröffnung der Linie 3 zwischen Tschuopis und WĂŒrzenbach ist fĂŒr den Fahrplanwechsel im Dezember 2026 vorgesehen.cite-ref-46[46]

Linie 8

Mit der Eröffnung der RBus-Linie 3 soll die Linie 8 auf den Abschnitt Hirtenhof–Luzern Bahnhof eingekĂŒrzt werden. UrsprĂŒnglich wurde eine Durchbindung der Linien 2 und 8 nach dieser EinkĂŒrzung als Durchmesserlinie Hirtenhof–Innenstadt Luzern–EmmenbrĂŒcke Bahnhof SĂŒd–Sprengi angestrebt, wobei im Bereich der Innenstadt zwei LinienfĂŒhrungen via Schlossberg–Kantonsspital oder Pilatusplatz–Baselstrasse zur Diskussion standen.cite-ref-agglom3-41-1[41]

Inzwischen wird eine VerknĂŒpfung der Linie 8 mit der Linie 19 angestrebt, wodurch eine neue Durchmesserlinie Hirtenhof–Kantonsspital–Friedental/–EmmenbrĂŒcke Bahnhof SĂŒd entsteht, die mit Batterie-Trolleybussen betrieben werden soll. DafĂŒr sind punktuelle FahrleitungsergĂ€nzungen am Schlossberg und im Bereich Kreuzstutz sowie eine Möglichkeit fĂŒr StĂŒtzladung an der Endhaltestelle Friedental vorgesehen.cite-ref-ebus-44-1[44]

Trivia

‱ Die zuerst eröffneten Linien 1 und 2 des Systems RBus bedienten bis 2019 zum grössten Teil Strecken, welche bereits die Strassenbahn Luzern zwischen 1899 und 1961 vor der Umstellung auf Trolleybusbetrieb bedient hatte.
‱ Eine direkte Verbindung zwischen dem Zentrum von Luzern und dem Bahnhof EmmenbrĂŒcke gab es bereits zwischen 1901 und 1913 als Teil der Tramlinie 2, bevor diese ĂŒber die Gerliswilstrasse verlĂ€ngert wurde.
‱ Die Busspur mit Pförtneranlage zwischen dem Kreisel BrĂŒel und der Haltestelle Dietschiberg, welche als Vorbild fĂŒr weitere Buspriorisierung auf dem RBus-Netz diente, ist bereits seit dem 4. Oktober 1973 in Betrieb und war die erste Busspur Luzerns.cite-ref-47[47]

Weblinks

‱ Das Konzept RBus auf vvl.ch
‱ Film ĂŒber Konzept RBus auf youtube.com

Einzelnachweise

cite-note-bhls-studie-11. ↑ BHLS fĂŒr Luzern und andere Schweizer StĂ€dte? Grundlagen aus der Forschung Situationsanalyse fĂŒr Luzern. Hochschule Luzern, Sonderegger, Roger, Jonas Fröhlicher und Widar von Arx, 5. Juni 2014
cite-note-agglomobil-due-22. ↑ AggloMobil due, Verkehrsverbund Luzern, 24. August 2012
cite-note-33. ↑ Medienmitteilung des Kantons Luzern RBus - hochwertiges Bussystem fĂŒr die Agglomeration Luzern (Memento vom 1. November 2014 im Internet Archive) vom 11. April 2014 auf www.lu.ch
cite-note-44. ↑ Richtplan Kanton Luzern: M5 Öffentlicher Verkehr auf www.richtplan.lu.ch
cite-note-55. ↑ Botschaft des Regierungsrates an den Kantonsrat B116 vom 20. Juni 2014 auf www.lu.ch
cite-note-v-bericht-2014-2017-66. ↑ öV-Bericht, Kanton Luzern, 12. Nov. 2013
cite-note-rbus-77. ↑ RBus auf www.vvl.ch
cite-note-88. ↑ Paul F. Schneeberger: Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern, 100 Jahre Tram, Autobus und Trolleybus. Minirex, Luzern 1999, ISBN 3-907014-12-X, Seiten 219–222
cite-note-99. ↑ JCVP Kriens: BĂ€ren Biss Spezial, Dezember 2003
cite-note-1010. ↑ Postulat ĂŒber eine Studie zum volkswirtschaftlichen Nutzen einer Schienenanbindung fĂŒr die Gemeinde Kriens (2005) auf www.gruene-luzern.ch
cite-note-1111. ↑ Bahnerschliessung Kriens auf www.metron.ch
cite-note-nzz-1212. ↑ Neue ZĂŒrcher Zeitung: Warten auf das Tram nach Kriens (3. Dezember 2002) auf www.nzz.ch
cite-note-1313. ↑ PostAuto ergĂ€nzt die Linie 71 zwischen Luzern und Kriens mit Eilkursen (Memento vom 30. Dezember 2014 im Internet Archive) (30. Januar 2010) auf www.postauto.ch. Abgerufen am 5. April 2024.
cite-note-1414. ↑ Kriens profitiert von vbl-Tests mit Express-Bussen (Memento des Originals vom 30. Dezember 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kriens.ch (16. April 2009) auf www.kriens.ch
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